De juiste fatbike-band kiezen (20x4.0)
Der Reifen ist der einzige Kontaktpunkt zwischen Ihrem Fatbike und der Straße. Die richtige Wahl bestimmt Grip, Komfort, Rollwiderstand und ob der Reifen überhaupt in Ihren Rahmen passt. Dieser Ratgeber erklärt die Größenbezeichnung und hilft Ihnen bei der Wahl zwischen Profilen, Schläuchen und Reifendrücken.
Die Größenbezeichnung: Was bedeutet 20x4.0?
Auf der Seitenwand Ihres Reifens steht die Größe, meist in zwei Schreibweisen:
- Zoll-Schreibweise, z. B. 20x4.0: ein Laufraddurchmesser von 20 Zoll mit einer Reifenbreite von 4,0 Zoll (etwa 10 cm). Das ist die gängige Fatbike-Größe in den Niederlanden.
- ETRTO-Schreibweise, z. B. 100-406: 100 mm Reifenbreite auf einer Felge mit 406 mm Durchmesser. Die ETRTO-Größe ist die präziseste; 406 ist die Felgengröße, die zu „20 Zoll“-Fatbikes gehört.
Achtung: „20 Zoll“ gibt es auch in anderen Felgendurchmessern (etwa 451 mm bei Falträdern). Schauen Sie deshalb am besten auf die ETRTO-Zahl auf Ihrem aktuellen Reifen. Steht dort 406, dann sind Sie mit der Standard-Fatbike-Größe richtig.
Profilwahl: grob oder Straße?
- Grobes Profil (Stollen): maximaler Grip auf Sand, Gras, Schlamm und Schnee. Der klassische Fatbike-Look. Nachteil: mehr Rollwiderstand und ein brummendes Geräusch auf Asphalt.
- Straßenprofil (glatt oder leichtes Profil): leiser, leichtlaufender und sparsamer für Ihren Akku auf befestigtem Untergrund. Das logische Profil, wenn Sie vor allem in der Stadt und auf Radwegen fahren.
Ehrlicher Rat: Die meisten Fatbike-Kilometer in den Niederlanden werden auf Asphalt gefahren. Fahren Sie selten im Gelände, dann gewinnen Sie mit einem Straßenprofil spürbar an Komfort und Reichweite.
Rahmenfreiraum: Passt ein breiterer Reifen?
Ein breiterer oder höher profilierter Reifen braucht Platz zwischen Gabel, Rahmen und Schutzblechen. Prüfen Sie, bevor Sie eine abweichende Größe bestellen, ob ringsum mindestens einige Millimeter Freiraum bleiben — auch bei gefederten Gabeln im eingefederten Zustand. Sind Sie unsicher, ob ein Reifen in Ihren Rahmen passt? Geben Sie uns Marke und Modell an, dann vergleichen wir die Spezifikationen für Sie.
Schlauch und Ventiltyp
Wenn Sie den Mantel ersetzen, tauschen Sie am besten gleich den Schlauch mit — er ist günstig und hat oft schon ebenso viele Kilometer hinter sich. Achten Sie auf den Ventiltyp:
- Schrader (Autoventil): dickes Ventil, dasselbe wie am Auto. Standard bei nahezu allen Fatbikes und an jeder Tankstelle aufzupumpen.
- Presta (französisches Ventil): dünnes Ventil mit kleiner Rändelmutter, vor allem von Renn- und Mountainbikes bekannt. Passt nur in eine Felge mit kleinerem Ventilloch.
Schauen Sie, welches Ventil aktuell in Ihrer Felge sitzt, und bleiben Sie bei diesem Typ; das Ventilloch in der Felge ist entscheidend.
Reifendruck: der PSI-Bereich
Auf der Seitenwand des Reifens steht ein zulässiger Druckbereich, oft in PSI. Fatbike-Reifen fährt man bewusst mit niedrigem Druck, und innerhalb des Bereichs wählen Sie je nach Einsatz:
| Druck | Wirkung | Wann |
|---|---|---|
| Niedrig im Bereich (z. B. 8-12 PSI) | Maximaler Grip und Dämpfung, Reifen verformt sich mit | Sand, Schnee, loser Untergrund |
| Mittel (z. B. 12-18 PSI) | Balance zwischen Komfort und Rollverhalten | Gemischter Einsatz |
| Hoch im Bereich (z. B. 18-30 PSI) | Geringer Rollwiderstand, mehr Reichweite, weniger Verschleiß | Asphalt und Radweg |
Bleiben Sie immer innerhalb des Bereichs, der auf Ihrem Reifen angegeben ist; die obigen Werte sind Richtwerte.
Verschleiß erkennen
- Die Stollen sind abgerundet oder (in der Mitte) fast verschwunden.
- Die Lauffläche zeigt Risse, kahle Stellen oder sichtbares Gewebe/Karkasse.
- Der Reifen verliert immer wieder Luft oder hält die Form nicht mehr.
- Trockenrisse in der Seitenwand — auch bei wenigen Kilometern kann Gummi altern.
Sehen Sie eines dieser Anzeichen, ersetzen Sie den Reifen rechtzeitig; gerade bei einem schweren, schnellen Fatbike möchten Sie keinen Reifenplatzer.